Dauerlager
Ein Dauerlager ist auf Geduld ausgelegt. Während viele Lager auf schnellen Durchsatz getrimmt sind, geht es hier um das Gegenteil: die langfristige Aufbewahrung von Gütern, die nicht sofort gebraucht werden.
Dahinter steckt oft eine Kalkulation. Mit der Lagerfunktion Spekulation kauft ein Unternehmen über den unmittelbaren Bedarf hinaus ein, um Preis- und Qualitätsschwankungen auszunutzen. Wer günstig einkauft, wenn der Markt es hergibt, legt die überschüssige Ware ins Dauerlager und ruft sie ab, wenn der Preis steigt.
Damit wird das Lager zum strategischen Werkzeug. Es bindet zwar Kapital und Fläche, kann aber einen Vorteil sichern, den der hektische Just-in-Time-Einkauf nicht bietet. Es ist die bewusste Entscheidung, Vorrat gegen Flexibilität zu tauschen.
Ein Dauerlager kostet Zeit und Platz. Es kauft dafür Unabhängigkeit vom Tagespreis.
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